Athen, ich habe gar nicht so viele Erwartungen an Dich. Das ist meistens gut. Doch ist es Liebe? Oder ist es Keine?
Von Berlin aus starte ich meinem ersten Besuch in Griechenland.
Nach knapp zweieinhalb Stunden sinkt das Flugzeug über den Hügeln der griechischen Hauptstadt langsam zwischen tiefhängenden, aber leichten Wolken und steuert den Flughafen an. Man sieht nur Lichter, ein bisschen Küste und Hügel, die die Stadt umgeben. Beim Aussteigen verrät die Luft, dass heute ein heißer Tag war.
Athen heißt mich, nach einem anstrengenden bergauf-Marsch inklusive Rollkoffer und einem Outfit geeignet für Temperaturen fernab von 30°C, am Abend mit griechischem Weißwein, geschmorten Tomaten, Feta und natürlich Tzatziki willkommen. Auf den Straßen ist das Treiben bunt - bis spät in die Nacht wird gegessen, getanzt und natürlich getrunken.
Nach knapp zweieinhalb Stunden sinkt das Flugzeug über den Hügeln der griechischen Hauptstadt langsam zwischen tiefhängenden, aber leichten Wolken und steuert den Flughafen an. Man sieht nur Lichter, ein bisschen Küste und Hügel, die die Stadt umgeben. Beim Aussteigen verrät die Luft, dass heute ein heißer Tag war.
Athen heißt mich, nach einem anstrengenden bergauf-Marsch inklusive Rollkoffer und einem Outfit geeignet für Temperaturen fernab von 30°C, am Abend mit griechischem Weißwein, geschmorten Tomaten, Feta und natürlich Tzatziki willkommen. Auf den Straßen ist das Treiben bunt - bis spät in die Nacht wird gegessen, getanzt und natürlich getrunken.
Markt in Exarchia
Es ist Samstag, das Frühaufstehen hat sich gelohnt, denn: heute ist Markttag im angesagten Viertel Exarchia. Ich besuche den Markt in der Kallidromiou Straße und bin zwischen den Einheimischen fast der einzige Tourist.
Unter Sonnenschirmen sind bereits die Marktstände mit Bergen von Orangen, Kirschen, Erdbeeren und natürlich Bergen Oliven gefüllt. Es gibt keine richtige Ordnung - Gemüse, Obst, Blumen und Gewürze wechseln sich in der Standfolge munter ab. Dazwischen tummeln sich die Athener mit vollgepackten Beuteln - sie erledigen nämlich hier wirklich den Großteil ihres Wocheneinkaufs, anstatt in den Supermarkt zu gehen.
Der Geruch von Orangen und Blumen strömt durch die enge Straße und die Standbetreiber bieten mir Früchte zum Probieren an.
Der Markt zieht sich durch die gesamte Straße, bergab von meinem Standpunkt. Im Hintergrund geht es wieder steil bergauf und Athen zeigt mir etwas Typisches von sich: Berge, steile Straßen und natürlich eines: Oliven.
In Athen fällt mir, neben der ganzen Berge, noch etwas auf: der immergleiche Haustyp mit Balkonen voller Pflanzen und steil gewinkelten, einfarbigen Markisen. Die Polykatoikia ist für Athen wie der Plattenbau für den Osten - man könnte denken, jemand hat diesen Haustyp einfach auf die Stadt gestempelt.Der Markt zieht sich durch die gesamte Straße, bergab von meinem Standpunkt. Im Hintergrund geht es wieder steil bergauf und Athen zeigt mir etwas Typisches von sich: Berge, steile Straßen und natürlich eines: Oliven.
#polykatoikia - die Urban Unit der griechischen Stadt
Ein Häuserblock mit gelben Markisen, der andere Blaue, der nächste Grüne. Beim Durchsehen der Fotos bemerke ich: nur Fassaden fotografiert. Aber das zeigt auch, wie Vielfältig diese doch immergleiche Typologie sein kann. Athen, deine Fassaden mag ich sehr.
Architekturexkurs: In der Nachkriegszeit findet auch in Griechenland eine fortschreitende Urbanisierung statt und die Polykatoikia ist eben dieser Gebäudetypus, welcher flexibel in der Nutzung und einfach in der Konstruktion ist und dazu noch relativ preiswert gebaut werden kann.
Im Erdgeschoss der Gebäude sind meist Kioske oder andere Läden untergebracht, die die Athener und Touristen mit allerhand Konsumgütern und Lebensmitteln versorgen.
Im Erdgeschoss der Gebäude sind meist Kioske oder andere Läden untergebracht, die die Athener und Touristen mit allerhand Konsumgütern und Lebensmitteln versorgen.
Up the Hill: Akropolis
Ein neuer Tag. Um neun Uhr ist es noch leer auf den Straßen und angenehm kühl. Damit ist gemeint: alles unter fünfundzwanzig Grad ist gerade kühl. Man gönnt sich erstmal ein Eis, bevor es den Hügel hinaufgeht.Eine halbe Stunde später wird es voll. Es etablieren sich größere Reisegruppen, mit typischem Fuchsschwanz an einem Stab als Erkennungszeichen, vor dem Aufstieg. Und es wird langsam wärmer, die leichten Wolken verziehen sich, der blaue Himmel strahlt. Hallo Akropolis!
Studenten bezahlen keinen Eintritt, das lohnt sich, aber auch so ist der Besuch der Akropolis ein Muss für jeden, der in Athen zu Besuch ist. Ein Plus für Katzenfans: dort oben gibt es welche.
Ausgestattet mit einer großen Flasche Wasser, Polaroidkamera und Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor fünfzig erklimme ich die Stufen hinauf zum Felsen.
Oben angekommen werde ich mit einem Blick über Athen belohnt - oh Athens, you're so white. But also: it's gettin' really hot up here.
Weiße Häuser soweit das Auge reicht. Die Antennen auf den Dächern glitzern in der Sonne und man sieht sogar das Meer - zwischen all dem Staub, der wie ein Tuch über der Stadt liegt.
Ah, da steht er nun, dieser Parthenontempel, den man aus den Geschichtsbüchern der Schule oder der Architekturgeschichtevorlesung kennt. Alt wie er ist, nämlich ungefähr 2600 Jahre, wird an ihm permanent gebaut und geschraubt, damit er irgendwann wieder hübsch ausschaut.
Und weil der Ausblick so sagenhaft ist, verweile ich noch eine gute Stunde und genieße den Blick in die Ferne. Über Hügel ins Landesinnere, über weiße Häuser bis zum Meer.
Manchmal gibt es Orte, die mag man erst im Nachhinein. Athen, vielleicht komme ich doch einmal zurück.
Und sonst so?
Athen ist etwas wild, etwas bunt und etwas ungewöhnlich. Definitiv kann man aber neben Besichtigungen von Zeugnissen der Antike weitaus mehr erleben. Essen zum Beispiel.
Das gibt es fast an jeder Ecke gut, preiswert und griechisch.
Was sagst du dazu?
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